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Die Berufsintegrationsklassen 2018 starten ins Berufsleben

2 Klassen mit 30 Schülern aus 14 Nationen. Die Aufgabe: Den Mittelschulabschluss bestehen und einen beruflichen Einstieg finden. Die Mission war erfolgreich und die Trainerinnen und Trainer blicken auf ein ereignisreiches Schuljahr zurück.

 

Der Unterricht

Freitag, 8:15 Uhr. Im Matheunterricht steht Division und Bruchrechnen auf dem Plan. Die Trainerin geht in ihrem Unterricht genau auf die unterschiedlichen Niveaustufen der Jugendlichen ein. Da wird Mathe auch schon mal mithilfe von Rechenspielen näher gebracht. Am Ende lohnen sich die Bemühungen: Selbst Schüler, bei denen Mathe nahezu Panik ausgelöst hat, haben plötzlich Freude am Rechnen und Lernen neuer Formeln.

Im Anschluss werden Präpositionen geübt. Die Redewendung „IN die Berge fahren“ führt zu Diskussionen: „Warum fährt man denn IN die Berge? Es geht doch ÜBER die Berge …“, wundert sich eine Schülerin. Im Deutschunterricht stößt so mancher Schüler an seine Grenzen. Die deutsche Sprache ist aber auch nicht leicht: „Warum gibt es so viel Grammatik?“, stöhnen einige. Doch mit viel Geduld und zahlreichen Übungen bestehen am Schuljahresende alle die Abschlussprüfungen – auch in Deutsch.

 

Die Bewerbungsphase

Den Großteil der Zeit nimmt das Erstellen der Bewerbungsunterlagen in Anspruch. Zunächst musst genau rekonstruiert werden, welchen Werdegang die Jugendlichen in ihren Heimatländern bereits hinter sich haben. So haben manche schon Berufserfahrung als Handwerker oder Verkäufer gesammelt. Das wird natürlich mit dem genauen zeitlichen Verlauf in den Lebenslauf eingetragen, denn damit kann man bei manchen Betrieben punkten.

Eine Schülerin hat eine Ausbildung zur Krankenschwester im Irak begonnen. „In Deutschland möchte ich auch wieder gerne Menschen helfen“, erklärt die 20-Jährige. Sie macht ab September eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin. Nach der einjährigen Ausbildung gibt es viele Aufstiegschancen.

 

 

 

Der erfolgreiche Abschluss

Trainerinnen und Trainer begleiten die Berufsintegrationsklassen während der gesamten Bewerbungsphase und betreuten sie intensiv bei der Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch oder Praktikum. Gemeinsam freut man sich über die ersten Ausbildungsverträge oder überlegt bei Absagen, was man beim nächsten Mal besser machen kann.

Obwohl so mancher Berufswunsch aufgegeben werden muss, lassen sich die Schüler der Berufsintegrationsklassen nicht unterkriegen. Oft suchten sie Rat bei den Trainern, die ihnen gerne mit ihrer Hilfe zur Seite stehen. Alle Beteiligten sind am Ende des Schuljahres stolz auf das Ergebnis: Von den insgesamt 30 Schülerinnen und Schülern beginnen 25 eine Berufsausbildung und 5 Jugendliche besuchen weitere schulische Maßnahmen.

 

Die Schulzeit ist zu Ende gegangen.

Fotos: © LUM3N - Pixabay; © StockSnap - Pixabay