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„Herzlich willkommen in der Folterkammer“ – Workshop zum Thema Präsentation

Die einleitenden Worte zum Workshop Präsentation, zu dem sich Volontärinnen und Volontäre des BW Verlags im Tagungshaus Stein, auf Einladung der Geschäftsleitung, versammelten, erweckten natürlich unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Wurden hiermit vielleicht die schlimmsten Befürchtungen schon bestätigt?
Bestätigt wurde zunächst einmal nur eines: „willkommen“, in der Fügung: „Herzlich willkommen“, schreibt man klein. Somit waren wir doch schon einmal ein bisschen schlauer. Was uns in den folgenden Stunden erwartete, lässt sich jedoch keineswegs mit nüchternen Regeln vergleichen.

 

Motivationshilfe bei der Präsentation

Schon der obligatorische Smalltalk zum Einstieg – Eskapaden auf dem Friedhof – , war alles andere als konventionell und führte uns deutlich vor Augen, warum allzu Persönliches, Religion und Politik als Smalltalk-Themen ausgeklammert werden sollten, da man bei diesen Themen schnell ins „Fachgespräch“ abdriftet.
Dann ging es an das Hauptthema: Präsentation. Hierzu wurde zunächst einmal eine Definition von „Präsentation“ erarbeitet. Hilfreich war hierbei die „Schatzkiste“, die im Hintergrund bereit stand und für jeden guten Beitrag eine Belohnung in Form von Süßigkeiten in Aussicht stellte, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusätzlich motivierte.
So hatten wir auch schnell eine stichfeste Präsentationsdefinition formuliert.

Mit der Definition stand also das Grundgerüst. Nun konnten wir dazu übergehen unsere Präsentationskenntnisse auszubauen, indem wir uns mit Intro und Outro und der korrekten Vorbereitung auf eine Präsentation auseinandersetzten.

Im Seminar "Präsentation" lernen die Volontäre, wie man richtig präsentiert.

Titelbild © StartupStockPhotos – Pixabay

 

 

 

Präsentationen üben mit Überraschungen

Mittels verschiedener Übungen versetzten wir uns in die Situation, eine Präsentation zu halten. Wir trainierten einen sicheren Stand, versuchten Textausschnitte durch passende Gestik und Betonung zu untermauern und riefen Botschaften für jeden verständlich quer durch den Raum. Außerdem lockerten wir unsere Gesichtsmuskeln, indem wir abwechselnd schauten, als hätten wir in eine Zitrone gebissen oder als wären wir ein brüllender Löwe. Zu guter Letzt wurde erläutert, wie man anderen ein gutes Feedback gibt und es auch richtig annimmt. Damit waren wir bestens gewappnet für die letzte Aufgabe, die unausweichlich schon gleich von Beginn an über uns schwebte: Wir hielten selbst eine Präsentation. Gesagt getan, jeder bereitete sein selbst gewähltes Thema vor und wappnete sich mit Plakat und Stiften. Wer jetzt glaubte, das Präsentieren allein werde das größte Hindernis, lag daneben. Denn es warteten einige spontane Überraschungen: So musste eine Teilnehmerin leider auf ihr Plakat verzichten, da jemand – so das Szenario – versehentlich Cola darüber verschüttet hatte. Zwei andere Teilnehmer mussten sich plötzlich zusammentun und eine dritte hatte statt der geplanten 3 Minuten Redezeit plötzlich nur noch die Hälfte der Zeit für ihren Vortrag. Doch galt es auch noch weiteren Widrigkeiten, wie Lärmbelästigung von draußen oder störendem, unaufmerksamem Publikum zu trotzen.

 

Dennoch gelang es jedem, sein Thema glaubwürdig zu vermitteln und durch das Feedback der Zuhörerinnen und Zuhörer bekam jede/r individuelle Rückmeldung, viel Lob, aber auch die Möglichkeit, durch die Hinweise an etwaigen Schwächen zu arbeiten. So verließen wir „die Folterkammer“ äußerlich, wie wir sie betreten hatten, aber innerlich um einige Erfahrungen reicher.